Stopp der Auswilderung von zwei Luchsen in der Surselva
Der Verein Schweiz zum Schutz des ländlichen Lebensraumes vor Grossraubtieren begrüsst den Entscheid, die geplante Ansiedlung von zwei Luchsen in der Surselva vorerst zu stoppen.
Medienmitteilung
Der Verein Schweiz zum Schutz des ländlichen Lebensraumes vor
Grossraubtieren begrüsst den Entscheid, die geplante Ansiedlung von zwei
Luchsen in der Surselva vorerst zu stoppen.
Der Verein Schweiz zum Schutz des ländlichen Lebensraumes vor Grossraubtieren
begrüsst den Entscheid der Bündner Regierung, das geplante
Wiederansiedlungsprojekt von zwei Luchsen in der Surselva vorerst zu stoppen. Mit
ihren Vorstössen hat die SVP-Fraktion eine dringend notwendige politische Korrektur
eingeleitet und damit den Anliegen der betroffenen Bevölkerung im ländlichen Raum
Gehör verschafft.
Das Projekt sah vor, zwei Luchse in der Region anzusiedeln, nachdem zuvor drei
Tiere durch einen Wildhüter versehentlich abgeschossen worden waren. Für die
lokale Landwirtschaft und die betroffenen Gemeinden hätte eine erneute Aussetzung
jedoch zusätzliche Unsicherheiten und Belastungen bedeutet. Bereits heute stehen
viele Berg- und Randregionen unter erheblichem Druck durch die zunehmende
Präsenz von Grossraubtieren wie Wolf, Luchs und Bär.
Der Verein weist seit Jahren darauf hin, dass Wiederansiedlungsprojekte ohne breite
Akzeptanz in der Bevölkerung und ohne ausreichende Schutzmassnahmen für
Nutztiere zu erheblichen Konflikten führen. Die Entscheidung der Bündner Regierung
zeigt, dass diese Bedenken ernst genommen werden und dass die Sorgen der
Menschen im ländlichen Raum nicht länger ignoriert werden dürfen.
Der Verein fordert nun:
• eine umfassende Neubewertung des Projekts unter Einbezug der lokalen
Bevölkerung, der Landwirtschaft und der betroffenen Gemeinden
• klare Priorität für die Sicherheit der Bevölkerung und den Nutztieren
• transparente Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungsprozesse
• eine konsequente Berücksichtigung der bereits bestehenden Belastungen
durch Grossraubtiere
Der vorläufige Stopp ist ein wichtiges Signal: Die Lebensrealität der Menschen in den
Bergregionen muss im Zentrum stehen. Der Verein Schweiz zum Schutz des
ländlichen Lebensraumes vor Grossraubtieren wird sich weiterhin mit Nachdruck
dafür einsetzen, dass die Interessen der ländlichen Bevölkerung gewahrt bleiben und
dass politische Entscheide nicht an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbeigehen.
Für Rückfragen: Verein Schweiz zum Schutz des ländlichen Lebensraumes vor
Grossraubtieren Kontakt: Georges Schnydrig, Co-Präsident:
georgesschnydrig@hotmail.com / https://www.vsl-grt.ch